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Jeder macht Fehler

Wenn du eine Uhr hast, die konstant nachgeht oder der Tacho deines Autos zu tiefe Werte angezeigt, kann das zu problematischen Situationen führen. Wenn man diese systematischen Fehler erkennt, kann man sie Berücksichtigen und korrigieren.

Ganz ähnlich haben wir systematisch fehlerhafte Tendenzen bei unserer Wahrnehmung, Erinnerung, Urteilen und Denken. Wenn wir um diese Fehler wissen, haben wir eine Chance unser Weltbild der Wirklichkeit anzupassen.

Beispiele für solch kognitive Verzerrungen sind:

  • Verlustaversion: Die Tendenz Verluste höher zu Gewichten als Gewinne (z.B. Verlust von 1000 Franken wiegt schwerer als Gewinn von 1200).
  • Bestätigungsfehler: Die Neigung Informationen so auszuwählen oder zu interpretieren, dass sie die eigenen Erwartungen bestätigen (z.B. in dem man nur die Zeitung liest, deren politischer Gesinnung man ist).
  • Gruppenzuordnungsfehler: Tendenz, die Eigenschaften eines Mitglieds der ganzen Gruppe zuzuschreiben (z.B. dass Informatiker Nerds sind, Franzosen leidenschaftlich oder Kosmetikerinnen oberflächlich).

Der erste Schritt ist sich dieser kongnitiven Verzerrungen bewusst zu werden. Sie zu korrigieren, speziell bei sich selbst, ist Thema für ein andermal.

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