Sicherlich hast du die Erfahrung gemacht, dass der erste Biss eines Kuchens der beste ist. Ein zweiter Biss ist zwar noch immer sehr lecker, aber bereitet nicht mehr ganz so viel Freude wie der erste. Wenn ich beim zweiten Stück angelangt bin ist der zusätzliche Genuss gering und ab dem dritten riskiere ich, dass mir übel wird.
In den Wirtschaftswissenschaften spricht man vom Grenznutzen: Dem Nutzen, den man durch zusätzlichen Konsum erfährt. Und wie wir am vorherigen Beispiel gesehen haben, kann dieser auch negativ sein.

Dieses Konzept lässt sich auf andere Lebensbereiche übertragen:
- Einmal pro Woche Sport zu treiben bringt grosse gesundheitliche Vorteile. Täglicher Sport ist nicht sieben Mal besser und zu viel sportliche Betätigung kann zu Problemen führen.
- Bei einem Jahreslohn von CHF 40‘000 haben zusätzliche CHF 10‘000 Einkommen einen hohen Nutzen. Bei einem Jahreslohn von CHF 200‘000 hat das Zusatzeinkommen eine geringe Bedeutung.
Meine Fragen an dich:
- Welche weiteren Beispiele aus deinem Alltag gibt es?
- Bei welchen Tätigkeiten hast du einen Nutzen, wenn du mehr machst und wo nicht?
- Gibt es Tätigkeiten, bei denen du einen negativen Grenznutzen hast, weil du schon heute zu viel tust?