Womöglich warst du bereits Teil einer Postmortem-Analyse. Dabei wird nach dem Projektabschluss ermittelt, was gut und was nicht gut lief. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, künftige Projekte erfolgreicher durchzuführen.
Bei neuen Projekten, für die es keine Erfahrungswerte gibt, kann man eine Premortem-Analyse durchführen. Dabei geht man davon aus, dass das Projekt gescheitert ist und überlegt sich, welche Gründe dazu geführt haben.
Nehmen wir als Beispiel dein nächstes Team-Meeting und stellen uns vor, dass wir zeitlich überzogen haben und nicht alle Traktanden besprochen werden konnten, wichtige Aufgaben nicht vergeben wurden und das Protokoll unvollständig ist. Was lief schief?
- Einige Teilnehmer reden so oft wie möglich und so lange wie möglich.
- Andere sprechen ständig irrelevante Themen an.
- Es wird um den genauen Wortlaut von Mitteilungen, Protokollen und Beschlüssen gefeilscht.
- Es wird auf beschlossene Angelegenheiten zurückgegriffen.
- Bei der Zuteilung von Arbeit werden zuerst die unwichtigen Aufgaben vergeben.
- Der Protokollführer macht seine Arbeit schlecht und schiebt es auf unbrauchbare Werkzeuge ab.
Um die Erfolgswahrscheinlichkeit des nächsten Meetings zu erhöhen, können wir während der Vorbereitung und Durchführung darauf achten, die obigen Punkte zu vermeiden und rechtzeitig steuernd einzugreifen.
Wobei deine Erwartungen nicht zu hoch sein sollten. Denn wenn dir die oben aufgelisteten Probleme bekannt vorkommen, hast du ein Problem. Ich habe sie mir nicht ausgedacht, sondern aus dem Simple Sabotage Field Manual (1944) der CIA übernommen. Vermutlich sind deine Kollegen nicht inkompetent, sondern verdeckte Agenten.