Vor ein paar Jahren habe ich eine Übung gemacht, die meinen Blick auf die Zukunft verändert hat. Wie bei einem Projekt mit Abgabetermin in ein paar Monaten ist es auch mit der Gestaltung der eigenen Zukunft ein leichtes, diese nicht bewusst anzugehen. Doch wenn man sich die eigene Endlichkeit vor Augen führt, ist dies ein guter Start um das Leben bewusster zu gestalten.
Die Übung
- Nimm ein Stift und ein leeres Blatt Papier, auf den du eine gerade Linie zeichnest.
- Das eine Ende markiert deine Geburt, das andere deinen Tod. Persönlich gehe ich davon aus, dass meine Lebenserwartung dem Durchschnitt meines Geschlechts und Jahrgangs von 82 Jahren entspricht.
- Trage als nächstes dein aktuelles Alter auf der Linie ein
- Markiere ein paar wichtige Ereignisse in deiner Vergangenheit wie deine Hochzeit, die Weltreise oder der Geburt des ersten Kindes.

Die Fragen
Je nachdem wie alt du bist, hast du eine mehr oder weniger lange Linie rechts von heutigen Alter. Um Antworten zu finden, wie du diese Lebenszeit nutzen willst, kannst du dir verschiedene Fragen stellen. Ein paar Beispiele sind:
- Wie lange wirst du selbstständig wohnen können?
- Wie lange willst du sportlichen Aktiviäten nachgehen können?
- Wie lange leben deine Kinder noch zu Hause?
- Wie lange wirst du einem Job nachgehen?
- Was wären gute Zeitpunkte, wenn du den Job wechseln willst?
- Wo und mit wem möchtest du wann leben?
Ich hoffe, dass auch dir diese Übung die Augen öffnen kann für all das Potential, das noch vor jedem von uns liegt und dir hilft dieses zu nutzen.
Carpe diem
Horaz